Schöner die Knochen nie krachten: „THE FURIOUS“

Keine Frage: Unsere zwei Sommer-Hits OBSESSION und BACKROOM werden völlig zu Recht gefeiert. Aaaber: Unser Programm enthält noch einen Knaller: THE FURIOUS. Martial Art-Fans, die auf Klassiker wie BULLET IN THE HEAD (1990) und THE RAID (2011) abgingen, dürften mit THE FURIOUS endgültig zum Höhepunkt gelangen.

Die Handlung ist simpel gestrickt: Ein Handwerker sucht seine achtjährige Tochter, die spurlos verschwunden scheint. Dabei begegnet er dem Ehemann einer – ebenfalls unauffindbaren – Journalistin. Die Polizei winkt dankend ab. Also greift das Duo zur Selbsthilfe. Bald deuten erste Spuren auf einen Ring von Menschenhändlern. Und schon geht’s rund:

Der visuelle Einfallsreichtum des Star-Choreographen Kenji Tanigaki kocht hier so richtig über. THE FURIOUS ist ein Mix aus unterschiedlichen Kampfstilen: Von Wushu und Karate bis zu Judo und Taekwondo. Die Kämpfer teilen krass aus, sind aber ebenso hart im Nehmen: Selbst beim Hammerschlag auf den Kopf zerbricht nicht der Schädelknochen, sondern der Stiel des Werkzeugs.

Auch die Tonspur ist ein Hochgenuss: Das Zerbersten von Eisblöcken. Das Krachen von Körpern auf Stahlböden, kombiniert mit dem Knacksen brechenden Knochen. Fast schon musikalisch. Klare Bestnote für den Soundmixer. Entsprechend groß die Begeisterung bei Publikum und Kritik: „Einer der besten Actionfilme des Jahrzehnts“ jubelt Asynchronous Media. Auf einschlägigen Festivals räumte THE FURIOUS zahllose Trophäen ab. Und auch das b-ware! gibt volle Punktzahl.