RUST – Im kalten wilden Westen
Kalter Wind. Dunkle Wolken lasten auf dem Gebirge. Inmitten der Einöde: ein paar Holzhütten und Zelte. Und natürlich der Galgen. Mit gespieltem Bedauern verliest der alte Richter das Todesurteil gegen den 13jährigen Lucas. Sein Verbrechen: Ein Unfall, den man ihm als Mord auslegt. Sein Großvater Harland Rust, ein gesuchter Bankräuber, entführt den Knaben. Eine Flucht in Richtung Mexiko beginnt. Lucas sperrt sich gegen seinen Retter. Will zurück in die Gemeinde. Begreift nicht, dass man ihn dort wirklich töten will. Das Duo wird verfolgt von einem Marschall, der seinen christlichen Glauben verloren hat und einem Kopfgeldjäger, der sich für Gottes Racheengel hält.
RUST erinnert an Western wie Jim Jarmuschs DEAD MAN (1995): Eine Odyssee, die von den Fliehenden unzählige Morde verlangt, um den eigenen „Sturz ins Nichts“ aufzuschieben. Und sei es nur für einen Tag. Oder für ein paar Stunden. Ein Existenzkampf, gebannt in Bildern, die Kälte und Verlassenheit, seelische Unbehaustheit erfahrbar machen.